We Survive - Tour 2016

WE LOVE, ProSieben, VEVO, Kulturnews & Piranha präsentieren

  • 14.11.2016 Hamburg Docks
  • 15.11.2016 Berlin Huxleys
  • 16.11.2016 Köln Live Music Hall
  • 17.11.2016 Stuttgart Im Wizemann
  • 18.11.2016 München Muffathalle
  • 19.11.2016 Frankfurt Batschkapp
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We Survive - Biografie

Medina möchte sich vorstellen: Die dänische Elektro-Pop-Sängerin, die in ihrer Heimat ein absoluter Superstar mit dreifachem Platinstatus ist und die meist gespielten Radio-Songs vor Rihanna und Katy Perry verbuchen darf, will nun zurück in die Welt, aus ihrer heraus. Zurück, weil uns die leidenschaftliche Träumerin, die ihre Songs selbst schreibt, vor einigen Jahren schon einmal vorgestellt wurde – „Welcome to Medina“. Mit diesem gleichnamigen Album und ihrem Song „You and I“ eroberte sie mit ihrem damaligen Pionier-Sound, immerhin schon einen Teil der Welt und platzierte sich auch in Deutschland auf den vorderen Chartplätzen, erntete sogar Gold.

Im Sommer kommt die 32-jährige Dänin mit ihrem neuen internationalen Album zurück, nachdem sie sich musikalisch vorrangig um ihre Heimat kümmerte: „Ich habe nicht vergessen, wo ich mit meiner Musik groß geworden bin. Ich habe eine riesige dänische Fanbase, und die werde ich nie vernachlässigen, um in der Welt noch größer und bekannter zu werden. Internationaler Erfolg ist zwar wichtig, aber ich will, dass beides funktioniert. Dänemark wird allerdings immer meine Nummer Eins bleiben.“ Trotzdem dürfen wir gespannt sein, gespannt auf das neue Album und darauf, ob sie mit diesem auch Deutschland wieder im Sturm erobert.

Voraussichtlich ja. Vielleicht hat das Medinas Wahrsagerin, mit der sie sich zusammen schon den Künstlernamen Medina, und die beiden zweiten Namen Danielle und Oona gab, auch schon gesehen. Aber auch wir können eine positive Prognose wagen: Denn die gebürtige Andrea Fuentalba Valbak hat einen einzigartigen Sound, in dem sie Seele mit Elektro und Pop verbindet. Damit war sie vor Jahren eine der Ersten in diesem neuen Genre, obwohl sie privat lieber etwas anderes hört: „Es ist komisch, ich höre ausschließlich R’n’B, aber schreiben tue ich lieber für ein anderes Genre… Das, was ich mache, der Musik-Style, hat ein wenig mehr Nerv.“ Aber nicht nur der Pionier-Status verhalf ihr zum unglaublichen Erfolg: Die Leidenschaft, die sie in ihre eigenen Songs legt, kommt durch ihre außergewöhnliche Stimme zum Tragen, deren Besonderheit kaum zu beschreiben ist – die aber definitiv mitreißt.

Meist beschäftigt sich Medina mit dem Thema Liebe, denn die bestimmt schließlich ihr Leben: „Liebe macht meine Stimmung aus, jeden Tag – wenn ein Tag mit Liebe gefüllt ist, ist es ein guter Tag. Liebe macht uns lebendig.“ Dass ihr die Liebe täglich begegnet, dafür hat Medina gesorgt. Mit einem Tattoo in Großbuchstaben, auf ihrer linken Hand – LOVE. Ein weiteres, neben vielen, ließ sie sich für ihre kleine Schwester stechen, denn Familie ist für die Tochter einer Hippie-Frau und eines chilenischen Widerstandskämpfers, die noch einen großen Bruder hat, das Wichtigste – neben der Freiheit: „Ich muss im Geiste frei sein, ich brauche die Freiheit, zu tun, was ich möchte – professionell und privat – und die Freiheit und Unabhängigkeit auch ab und zu mal flüchten zu können.“ Und so verließ sie ihre Heimat Aarhus, um nach der Schule in das größere und lebendigere Kopenhagen zu gehen.

Wie richtig diese Entscheidung war, merkte die mandeläugige Medina spätestens, als sie bei der Arbeit im Sandwich-Laden von dem Produzenten-Duo „Providers“ entdeckt wurde. Weil keine Kunden da waren, spielte sie ihre eigene Musik. Die Entdecker kamen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort, kurz danach veröffentlichte die Sängerin zunächst ein R’n’B-Album, feierte aber erst etwas später, 2007 mit ihrem Elektro-Pop-Sound riesige Erfolge. Schicksal. Und an das glaubt auch Medina: „Es gibt ganz sicher so viel mehr als die Erde, unser Leben und das, was wir sehen. Ich glaube an Fügung und an etwas, das größer ist als wir alle. Als die Welt.“ Und wir glauben an Medina.

Text: Deborah Landshut